Reisetagebuch Mexiko

Sonntag 24.03.2024 – Tag 1 – Unsere Reise beginnt

Da sind wir nun mit unseren Kindern im Alter von 2, 4, 8 und 9 Jahren am Flughafen und unser Abenteuer Mexiko geht endlich los. Alle sind sehr aufgeregt und freuen sich!

Wir fliegen von Frankfurt aus Richtung Canada und haben einen ungefähr 9-stündigen Flug vor uns. Da wir gegen Abend losfliegen, ist die Flugzeit mit Kindern wirklich ok. Nach dem Start gibt es ein kleines Abendessen und danach ist quasi Bettgehzeit für die Kinder, auch wenn es im Flieger aufregend und anders ist. Zuerst dürfen die Kinder sich aber noch einen Film aus dem Board Programm aussuchen – hier gibt es eine große Auswahl für Groß & Klein. Danach schlafen gerade die Kleinen schnell und total unkompliziert ein. Für die beiden Großen ist das nicht so leicht, sie kommen beide nur kurz zum Schlafen und nach ein paar Stunden landen wir in Toronto. Definitiv zu erwähnen ist noch das Flugpersonal im Flieger. Kurz vor der Landung in Toronto kommt eine sehr nette Stewardess zu mir und fragt mich, ob wir einen Weiterflug mit Wartezeit haben. Als ich die Frage mit Ja beantworte, geht sie los und will ein paar Sachen zusammenpacken. Sie kommt mit einem riesigen Beutel zurück in dem sich Wasserflaschen, Milch, Kuchen, Knabbereien und einige Becher befinden.

Einen richtigen Transitbereich gibt es in Toronto nicht und so müssen wir bei Ankunft den Ankunftsbereich erstmal wieder verlassen und durch die Zollkontrolle. Die Einreise selbst geht sehr einfach dank der ETA´s. Wir dachten eigentlich, dass es möglich ist im Flughafen zu bleiben und lediglich das Gate zu wechseln, aber man muss hier den Ankunftsbereich verlassen und für den Weiterflug wieder durch die Zoll- und Sicherheitskontrolle. Da der erste Weiterflug erst etwa 7 Stunden später ist und, wie in der Reiseplanung erwähnt, alles in Toronto Stadt geschlossen hat, müssen wir uns im Flughafen aufhalten und warten. Für die Wartezeit bis zum Weiterflug suchen wir uns einen „gemütlichen“ Sitzbereich und vertreiben uns die Zeit. Zum Glück gibt es ein Stockwerk tiefer einen Kiosk der Kaffee im Angebot hat und Aufzug bzw. Rolltreppe fahren kann die Kinder recht lange beschäftigen. Ein netter Polizist, der seine Runden auf dem Flughafen dreht, gibt uns für die Kinder Pappautos zum zusammenfalten und Polizei-Tattoos. Ein Highlight für die Kinder.

Gegen 06:30 Uhr öffnet der Sicherheitsbereich und wir können weiter. Der Weiterflug dauert zum Glück nur gut 4 Stunden und da wir alle recht müde sind können wir im Flieger noch etwas schlafen.

Angekommen am Flughafen Cancún dauert es eine Weile, bis wir durch die Einreisekontrolle sind. Kurz vor dem Ausgang werden noch einmal die Taschen auf Lebensmittel kontrolliert. Weiter Richtung Ausgang stehen viele Anbieter von Transferunternehmen, Taxi und Tour-Anbietern. Sollte man also noch keinen Transfer gebucht haben, gibt es hier etliche Anbieter. Wir haben uns allerdings schon zu Hause für das Busunternehmen ADO entschieden und mehrere Fahrten bereits vorab gebucht. Die Fahrt von Cancún nach Valladolid wollten wir aber direkt vor Ort bei Ankunft buchen. Der kleine Schalter befindet sich auf der linken Seite, wenn man das Flughafengebäude verlässt. Die nette Dame dort berät uns und schnell haben wir eine passende Verbindung für uns alle gefunden. Der Bus fährt direkt gegenüber ab und bringt uns erstmal zur Station im Zentrum von Cancún. Von dort aus nehmen wir dann die nächste Verbindung nach Valladolid. Die Busse sind alle klimatisiert und ziemlich kalt – eine leichte Jacke oder Pullover sind auf jeden Fall zu empfehlen. Ansonsten sind es große, moderne Reisebusse mit viel Beinfreiheit, bequemen Sitzen und sie sind auch sehr sauber.

Die Fahrt vom Flughafen Cancún zur Busstation in Cancún Centro dauert etwa 30 Minuten, dort angekommen haben wir eine kurze Wartezeit und dann geht es auch schon weiter Richtung Valladolid. Diese Fahrt dauert nochmal 2 Stunden und die Kinder machen die lange Anreise wirklich super mit, trotzdem sie natürlich mittlerweile ziemlich müde sind. Wir alle freuen uns endlich bei unserer ersten Station anzukommen.

Montag 25.03.2024 – Tag 2 – Reise nach Valladolid

Es ist ungewöhnlich heiß, die Auswirkungen von El Nino sind zu spüren. Die Tageshöchsttemperaturen liegen bei über 34°C, am dritten Tag werden sogar 38°C erreicht. Normalerweise liegen die Temperaturen zu dieser Jahreszeit um die 28°C. In Valladolid angekommen brauchen wir ca. 5 Minuten zu Fuß zu unserem Hotel. Wir laufen durch die kleinen schmalen Gässchen, in denen viel los ist. Wir haben im Hotel San Clemente gebucht, das direkt im Zentrum, gegenüber der großen Kirche (Templo de San Servacio) und dem Park (Parque Principal Francisco Cantón Rosado) liegt.

Hier gibt es viele Anbieter von Souvenirs und selbstgemachtem wie z.B. wunderschön bestickte Schleifen für die Haare. Die Zimmer im Hotel sind groß und schön, haben je zwei große Doppelbetten und sind typisch mexikanisch eingerichtet. Die Mitarbeiter im Hotel sind sehr zuvorkommend und freundlich. Der große Innenhof mit Pool und überdachter Terrasse ist wie ein kleiner Urwald bepflanzt. Am Pool gibt es das Frühstücksrestaurant, in dem man lecker und zu fairen Preisen frühstücken kann. Morgens bei Sonnenaufgang ab ca. 5 Uhr wird man von lautem, exotischem Vogelgesang geweckt.

Auch typisch für eine Stadt in Mittelamerika, es ist laut. Fenster und Türen sind nicht wirklich dicht… und die motorisierten Fahrzeuge haben anscheinend nicht die gleichen Schalldämpfer wie es in Europa üblich ist. Zudem ist es in den Straßen recht dreckig und die Bürgersteige, auch typisch Mittelamerika, sind schwieriges Terrain für einen Kinderwagen. Direkt vor dem Hotel und auch an jeder Ecke stehen Verkäufer mit geschälten und geschnittenen Mangos, die einen großartigen Geschmack haben. Unbedingt probieren! Valladolid ist eine typisch mexikanische Stadt, das Zentrum ist nicht sehr groß und alles ist fußläufig zu erreichen. Es gibt kleinere und auch größere Supermärkte, in denen man alles Nötige bekommt. Auch für die Kinder gibt es hier alles Mögliche, von Windeln, Tüchern, Gläschen über Quetschobst und Snacks ist hier eine große Auswahl vorhanden. Es gibt auch eine Bank mit Bankautomaten für Bargeld direkt um die Ecke des Hotels. Eine Straße weiter um die Ecke gibt es einen Essens-Stand, der auch im Internet empfohlen wird. Hier gibt es typisch mexikanisches Essen und der Stand ist sehr gefragt (abends wir die Schlange schon mal 20 Meter lang). Gegenüber das Stands sind ein paar Hocker im Schatten aufgestellt, auf denen man Sitzen und in aller Ruhe essen kann. Es gibt Tacos gefüllt mit einer Art Pulled-Pork in Marinade gegart, Zwiebeln, Kräutern und verschiedenen Soßen. Das Essen schmeckt unfassbar gut und auch unsere Kinder sind begeistert. Die Menschen hier sind sehr gastfreundlich, zuvorkommend und vor allem kinderfreundlich!

Auffällig in der doch kleinen Stadt Valladolid, es fahren viele große Pickups der Polizei mit schwer bewaffneten Polizisten durch die Straßen. Was aber nicht heißt, dass wir uns nicht sicher gefühlt hätten. Wir hatten zu keiner Zeit Ängste oder Bedenken und haben uns immer sicher gefühlt. Ein paar Straßen weiter vom Hotel aus, gibt es die Collectivos mit denen man günstig nach Chichén Itzá fahren kann.  Wir schauen uns schonmal an, wo genau die Abfahrt ist und holen auf dem Rückweg ein Eis für die Kinder. Collectivos sind in Mexiko ein gängiges Verkehrsmittel und werden ähnlich einem Sammeltaxi genutzt. Es gibt eine feste Route und wenn das Taxi voll ist geht’s los. Meist sind es Kleinbusse, ähnlich einem VW-Bus. Aber es passen auch durchaus mehr Personen in ein Collectivo als dieses Sitzplätze hat. Es gibt in der Regel immer eine zusätzliche Holzbank und man kann Hocker zwischen die Sitze in den „Mittelgang“ stellen und hat damit nochmal 4 Sitzplätze mehr. Wenn das nicht reicht, an der Tür stehen geht natürlich auch. Unsere höchste Personenanzahl in einem Collectivo war 20 + Fahrer.

Dienstag 26.03.2024 – Tag 3 – Chichén Itzá

Am nächsten Morgen stehen wir früh auf um eines der ersten Collectivos Richtung Chichén Itzá zu bekommen. Unbedingt empfehlenswert: zum einen ist es dann noch nicht zu heiß und zum anderen ist es auch noch nicht so voll. Wichtig zu wissen: Kinder unter 3 Jahren zahlen im Collectivo nichts, sitzen dafür aber auch auf dem Schoss der Eltern. Wir zahlen immer einen Platz extra, damit auch unser Jüngster einen eigenen Sitzplatz hat (will er unbedingt!). In Chichén Itzá angekommen herrscht schon großer Betrieb und wir sehen einen Parkplatz voll mit Menschen, die Schubkarren oder kleinere Wägen Richtung Eingang schieben… Einzelhändler mit Souvenirs. An der Kasse heißt es dann noch einmal warten – mexikanische Gemütlichkeit. Wichtig zu wissen: bei allen Archäologischen Stätten zahlt man 2 Preise. Einmal zahlt man den Betrag für die INAH, d.h. den Betreiber der Archäologischen Stätte und zum zweiten den Betrag für den Bundesstaat. Hierfür gibt es auch immer 2 separate Kassen. Manchmal kann man per Karte, manchmal aber auch nur Bar bezahlen. Der Beitrag für die INAH ist (Stand 2024) immer 95 mexikanische Pesos, der Beitrag für den Staat variiert je nach Größe und Bekanntheit der Zone, liegt aber meist zwischen 300-500 mexikanische Pesos. Für Kinder sind die Kosten auch von Zone zu Zone unterschiedlich, bei manchen Zonen zahlen die Kinder nur die INAH, bei anderen zahlen die Kinder komplett nichts. Auch wichtig: Wasser mitnehmen, die Wege in Chichén Itzá sind weit, es ist heiß und es gibt wenig Schatten. Stände mit Essen und Trinken sind zwar vorhanden, aber es ist hier alles recht teuer.

Chichén Itzá ist überwältigend und es lohnt sich wirklich so früh wie möglich dort zu sein. Und selbst so früh am Tag ist hier schon ordentlich was los. Vom Eingang laufen wir direkt auf den großen Platz und die Pyramide des Kukulkan zu. Der Anblick verschlägt einem erst mal die Sprache. Im Internet hatte ich gelesen, dass man vor der Pyramide/ den Treppen stehend klatschen soll und sich der Widerhall wie der Klang des Quetzals anhört (dem Ruf einer Krähe sehr ähnlich). Den Mayas war dieser Vogel heilig. Sie glaubten, er sei ein Botschafter der Götter. Und tatsächlich, immer wieder stehen dort Touristen und Guides die klatschen und es klingt wie das Krächzen einer Krähe. Beeindruckend! Wir beginnen unseren Rundgang.

Weitere Bilder dazu findest Du hier. Auf die Gebäude kann man leider aus Sicherheitsgründen nicht mehr. Es wird heißer, die Souvenirhändler füllen das Gelände und auch die Reisegruppen werden immer mehr. Viele dieser Gruppen haben Regenschirme als Sonnenschutz dabei. Wir laufen einmal um die Pyramide und dann zum großen Ballspielplatz. Von dort nehmen wir den Weg runter zur Cenote. Dieser ist links und rechts voll mit Souvenirständen. Dort angekommen gibt es einen kleinen Kiosk, bei dem wir uns ein Eis gönnen, sowie ein erfrischendes Wasser. Von hier geht es wieder zurück zum großen Platz und zum Kriegertempel. Wir laufen weiter an der Halle der 1000 Säulen entlang bis zum sogenannten Marktplatz. Dort brauchen wir erst einmal eine Pause. Von hier geht es wieder zurück Richtung großem Platz. Anschließend nehmen wir jetzt noch den Weg Richtung Nonnenhaus. Hier ist deutlich weniger los, wahrscheinlich auch weil es mittlerweile sehr heiß ist. Vorbei am Grab des hohen Priesters und weiterer kleinerer Ruinen erreichen wir das Nonnenhaus. Der Platz hier ist erstaunlich leer. Es gibt schöne schattige Plätze unter Bäumen. Die Kinder ruhen sich hier erst einmal aus, während der Papa Fotos macht. Um den Platz herum wunderschöne und beeindruckende Ruinen. Das Nonnenhaus, die Kirche, das rote Haus und das Observatorium.

Die Hitze macht uns zu schaffen und so treten wir am frühen Nachmittag den Heimweg an, nachdem wir nochmal einen kurzen Stopp bei der Pyramide des Kukulkan gemacht haben. Am Ausgang müssen wir den Stand mit den Collectivos für die Rückfahrt erst suchen. Bei der Ankunft wurde uns gesagt, dass dieser hinter den großen Reisebussen liegt. Dort gibt es allerdings nur einen Mini-Kiosk mit einer Sitzgelegenheit (zum Glück im Schatten). Wir fragen den Kioskbesitzer freundlich nach den Collectivos und er ruft dort an. Wenig später kommt das Collectivo und es geht zurück Richtung Valladolid. Im Hotel angekommen müssen wir uns erstmal von der Hitze erholen. Zum Glück gibt es dort einen schönen kühlen Pool. Zum Abendessen gibt es eine Pizza von der Pizzeria direkt neben dem Hotel, sehr praktisch wenn man mit den Kindern nicht noch ein Restaurant suchen möchte.

Mittwoch 27.03.2024 – Tag 4 – Ek Balam und Cenote Zaci

Am nächsten Tag ist ein Ausflug nach Ek Balam geplant. Da die Kinder aber immer noch ziemlich geschlaucht sind, bleiben wir (Mama und Kinder) im Hotel und genießen den Pool, während der Papa allein und in Ruhe Ek Balam erkunden kann. Ek Balam bedeutet „Schwarzer Jaguar“ und ist definitiv sehr empfehlenswert. Um dort hinzukommen, gibt es in Valladolid auch Collectivos. Ek Balam ist nicht so überlaufen wie Chichén Itzá, zudem ist die Stätte mitten im Wald und es gibt viele schattige Plätze zum Ausruhen. Da Ek Balam auch nicht so groß ist, reicht hierfür auch ein halber Tag. Hier kann man auf fast alle Gebäude und das Areal von oben besichtigen. Hätten wir das Vorab gewusst, hätten wir den Ausflug nach Ek Balam an unserem ersten Tag gemacht, um uns zu akklimatisieren und wären erst am zweiten Tag nach Chichén Itzá.

Weitere Bilder von Ek Balam findest Du hier. Am Nachmittag brechen wir wieder gemeinsam auf, um einen kleinen Spaziergang durch die Stadt in Richtung Cenote Zaci zu machen. In Valladolid gibt es eine wunderschöne alte Cenote, die früher die Wasserversorgung der Stadt sicherte. Heute ist Sie eine Touristenattraktion, man kann dort Schwimmen gehen und es gibt ein Restaurant. Mit (kleinen) Kindern ist das allerdings nicht ohne weiteres möglich, da die Cenote ziemlich tief ist und man nur mit einer Schwimmweste hinein darf. Auch hier ist es voll, aber trotzdem sehr schön und auch empfehlenswert gesehen zu haben.

Donnerstag 28.03.2024 – Tag 5 – Reise nach Mérida

Am nächsten Morgen brechen wir auf zur Busstation Richtung Mérida. Es wird eine Fahrt von 2 Stunden. Auch in Mérida sind es nur ca. 10 Minuten zu Fuß zu unserem Hotel und von dort wenige Minuten zu Fuß ins Stadtzentrum. Es ist immer noch heiß, aber etwas besser, die Temperaturen liegen um die 30°C. In Mérida angekommen kaufen wir an der Busstation erstmal unsere Tickets, damit wir am nächsten Tag nach Uxmal kommen. Online buchen konnten wir die Tickets leider nicht, daher müssen wir sie am Ankunftstag direkt vor Ort kaufen. Nach Uxmal fährt kein ADO-Bus, und auch keine Collectivos, sondern nur eine kleinere Busgesellschaft „Autobuses del Sur“. Die Dame am Schalter ist sehr nett und erklärt mir, dass der Bus morgens um 06:30/07:30/08:30/09:30 hin und am Nachmittag um 15:00 und 17:00 Uhr zurück fährt. Mit den Ticktes können wir zu egal welcher Uhrzeit fahren.

Was man wissen sollte und was wir bisher noch nicht erwähnt haben: es ist durchaus empfehlenswert ein wenig Spanisch sprechen zu können. Einige Mexikaner sprechen zwar auch etwas Englisch, aber zum Beispiel an der Busstation konnte die Dame am Schalter leider überhaupt kein Englisch und so konnten wir uns nur auf Spanisch verständigen.

Da wir unsere Zimmer im Hotel noch nicht beziehen können schauen wir uns zunächst das historische Zentrum der Stadt an und machen eine Stadtrundfahrt in einem offenen, doppelstöckigen Bus. Mérida ist eine schöne und sehr große Stadt und nach der Rundfahrt laufen wir zum schönen zentralen Marktplatz „Plaza Grande“. Rund um den Marktplatz sind viele kleine Stände mit Souvenirs und Handgemachtem, es stehen Kutschen für Stadtrundfahrten zur Verfügung und am Abend ist alles wunderschön beleuchtet. Gegenüber des Marktplatztes ist die Catédral de San Ildefonso, eine wunderschöne Kathedrale, die ebenfalls toll beleuchtet ist, sobald es dunkel wird. Da wir am Gründonnerstag dort sind herrscht hier auch reges Treiben und es findet ein Gottesdienst statt. Im Inneren singt ein Chor und es strömen Menschen in aber auch aus der Kirche.

Weitere Bilder vom Mérida findest Du hier. Auf dem Weg zurück zum Hotel entdecken wir ein kleines Restaurant oder besser gesagt einen typisch mexikanischen Imbiss, das Poc chuc anbietet. Poc Chuc ist ein Maya-Fleischgericht, bei dem Schweinefleisch in Zitrusmarinade eingelegt und dann gegrillt wird. Das Fleisch wird als Füllung für Tacos mit eingelegten Zwiebeln, Bohnen, Avocado und Ananas serviert. Dazu stehen verschiedene Sauce auf dem Tisch. Poc Chuc ist eines der typischen Gerichte Yucatáns. Die Zubereitung hier nennt sich Pastor (an einem Drehspieß) und ist damit die „moderne Zubereitungsform“. Hier essen die Einheimischen und auch wir probieren es aus. Es schmeckt alles sensationell gut! Probiert unbedingt die Tacos Pastor mit Ananas!

Gegenüber gehen wir noch in einen Supermarkt. Hier kann man alles finden, um sich z.B. für Ausflüge zu versorgen. Kekse, Cracker, Brot ähnlich wie Milchbrötchen, aber auch viele andere Backwaren. Noch etwas zur Küche in Yucatán: Diese ist fantasievoll und kombiniert typisch mexikanische Gerichte mit uralten kulinarischen Traditionen der Maya-Kultur. Es gibt hier viele Restaurants, in denen man gut essen kann. Die Preise für Speisen und Getränte sind mit denen in Deutschland vergleichbar, auch die Qualität ist sehr gut. Wir ziehen es allerdings vor die familiären Street-Food-Restaurants und Stände aufzusuchen, denn dafür ist die Region bekannt. Die Preise liegen hier bei etwa einem Drittel, verglichen mit einem „richtigen Restaurant“. Hier gehen auch überwiegend Einheimische essen.

Freitag 29.03.2024 – Tag 6 – Uxmal

Am nächsten Morgen geht es sehr früh los Richtung Uxmal. Der Bus ist relativ klein, aber wir bekommen alle einen Sitzplatz und die Reise geht los. Wir fahren ca. 1 ½ Stunden. Am Eingang müssen wir etwas warten, bis die Kassen um 08:00 Uhr öffnen. Viel los ist hier zum Glück nicht. Wieder gibt es 2 Kassen und 2 Beträge zu zahlen. Uxmal ist mindestens genauso beeindruckend wie Chichén Itzá. Dafür sind hier aber erstaunlich wenige Besucher, so früh gibt es noch keine größeren Reisegruppen. Wir können wundervolle Fotos der Gebäude und Pyramiden machen.

Weitere Bilder von Uxmal findest Du hier. In Uxmal gibt es auch keinerlei Souvenirhändler außer den Shops im Eingangsbereich. Zum Ausruhen gibt es viele schattige Plätzchen und so ist auch die Sonne und die Hitze besser zu ertragen. Mit den Kindern kann man sich zwischendurch immer wieder auf Bänke unter schattigen Bäumen setzen. Vom Eingang laufen wir direkt auf die sehr beeindruckende Pyramide des Wahrsagers zu. Wir verweilen etwas auf dem Vogelplatz und sind schwer beeindruckt, auch von der Himmelsausrichtung der Pyramide bei Sonnenaufgang. Von hier geht es weiter zum Nonnenviereck. Unser Rundgang führt dann über den Ballspielplatz zur Plattform des Gouverneurspalast und zum Schildkrötenhaus.

Weiter geht es zur Hauptpyramide und zum Taubenhaus. Das Areal ist überschaubar, die Kinder können sich frei bewegen und wir haben viel Zeit alle Bauwerke ausgiebig zu besichtigen. Nach dem Besuch von Uxmal lohnt es sich gegenüber der Straße ins Schokoladenmuseum zu gehen. Eine wunderschöne Anlage mit Wildtieren, verschiedenen Häusern, in denen die Entstehung der Schokolade erklärt wird, aber auch ein kleiner Spielplatz für die Kinder und ein kleines Kaffee für die Eltern sind dort zu finden. An den Gehegen findet man Automaten, an denen man sich für kleines Geld Futter für die Tiere kaufen kann z.B. für die Affen. Diese kommen zur Freude der Kinder auch direkt an die Gitter und warten auf Futter. In einem Gehege gibt es einen großen Jaguar. Er läuft in seinem Gehege auf und ab und als ich meine Hand an das Glas halte, steigt er mit seinen Pfoten hoch und schmiegt seinen Kopf an der Scheibe gegen meine Hand, als ob er gestreichelt werden möchte und mit uns schmust. Ein sehr beeindruckendes Tier mit riesigen Pranken.

Wir wollen den Bus nehmen, der um 15:00 Uhr zurückfährt, damit wir nicht allzu spät zurück sind aber auch damit wir noch einen Sitzplatz bekommen. An der Straße warten wir mit einigen anderen auf den Bus der ungefähr gegen 15:00 Uhr (auch mal 15.30h oder später) kommt. Zum Glück bekommen wir noch Sitzplätze für alle und so geht es zurück nach Mérida. Auf der Rückfahrt schlafen die Kleinen erstmal ein bisschen, das klappt auch im Bus problemlos.

Da das Essen im Imbiss so gut war suchen wir kein anderes Restaurant, sondern gehen direkt nochmal dorthin zum Abendessen. Dann heißt es schon wieder packen, denn am nächsten Tag fahren wir nach Palenque. Ein paar Eindrücke noch von unserem Hotel. Es ist moderner als das Hotel in Valladolid, aber die Zimmer sind viel kleiner. Der Aufzug ist leider den gesamten Aufenthalt außer Betrieb, heißt Gepäck und Kinderwagen noch oben schleppen. Auch die Geländer im 1. Stock, in dem sich unsere Zimmer befinden, sind nicht wirklich kindersicher. Ansonsten haben wir in diesem Hotel nichts weiter genutzt, auch weil wir tatsächlich nur zum Duschen und Schlafen dort waren.

Samstag 30.03.2024 – Tag 7 – Reise nach Palenque

Wir reisen weiter nach Palenque und haben eine Busfahrt von gut 8 Stunden mit Zwischenstopp vor uns. Der Zwischenstopp mit richtiger Pause zum aussteigen und Beine vertreten findet am „Parador Toursitico y Restaurante El Inge“, nach etwas mehr als der Hälfte der Fahrzeit, statt. Ein kleines Restaurant mit Shop für allerlei Snacks, Drogerieartikel, etc.  und einer sauberen Toilette, ähnlich einer Autobahnraststätte.

Zu den ADO-Busen ist zu sagen, dass sie sehr groß und komfortabel sind – nicht so alt wie auf Kuba – und sehr gut klimatisiert. An den verschiedenen Zwischenstopps hatte man meistens (aber nicht immer) die Möglichkeit kurz auszusteigen und etwas zu trinken oder zu essen zu kaufen. Eine Toilette gibt es in jedem Bus, was das Reisen mit Kindern erheblich erleichtert und entspannt. An manchen Stationen steigen aber auch Verkäufer von Snacks in den Bus, sehr zu empfehlen ist die frittierte, gesalzene Kochbanane. Super leckerer Snack!

In Palenque angekommen sind es keine 5 Minuten zu Fuß bis zu unserem Hotel. Das ist einfach wunderschön und wir fühlen uns gleich wohl. In der Straße vor dem Hotel gibt es einige kleine Restaurants, Cafés zum Frühstücken und ein richtig gutes Eiscafé mit selbstgemachtem Eis. Das besuchen wir natürlich mehrfach. Die Tageshöchsttemperaturen schwanken zwischen 28°C und 30°C, dabei ist es in der subtropischen Klimazone sehr schwül. Die Zimmer im Hotel sind perfekt, wir bekommen 2 Zimmer mit Verbindungstür. Die Zimmer sind groß mit je zwei Doppelbetten und gut klimatisiert. Der Pool ist klein aber vollkommen ausreichend und man kann entweder ins Restaurant des Hotels gehen, aber auch direkt am Pool Essen und Getränke bestellen. Das Hotelrestaurant hat eine tolle, regionale Küche und wir essen hier öfter. Für jeden ist etwas dabei und für die Kinder gibt es auch einen Spielbereich. Die Kinder sind vollauf begeistert vom Pool und genießen jede Minute im Wasser. Im oberen Bereich gibt es sogar noch 3 Whirlpools, ein Highlight.

Sonntag 31.03.2024 – Tag 8 – Ostern – Archäologische Zone & Urwaldwanderung

Direkt gegenüber dem Hotel nehmen wir uns ein Taxi, das uns alle zusammen zur Archäologischen Zone Palenque bringt. Der Fahrer gibt uns seine Karte und erklärt uns, dass wir ihn auch per WhatsApp erreichen können, wenn wir ihn nochmal brauchen. Zu den Ruinen sind es nur etwa 15 Minuten mit dem Auto. Für die Kinder wirklich gut, denn nach so langen Busfahrten sind die Kinder froh, wenn sie keine langen Strecken fahren müssen, um zu den Ruinen oder anderen Aktivitäten zu kommen. Hier machen wir auf halber Strecke einen Stopp, dort ist der Verkauf der Tickets. Wie gehabt, 2 Kassen, 2 Beträge.  Danach geht es noch ein ganzes Stück bergauf zum Eingang der Archäologischen Zone. Die Zone ist einfach wunderschön und überwältigend. Anders als Chichén Itzá und Uxmal liegt sie direkt im Urwald. Wir sind wieder morgens recht früh dort. Alles ist grün und man hört überall Brüllaffen schreien und exotischen Vogelgesang. Die aufgehende Sonne am Ostermorgen zaubert ein stimmungsvolles Licht auf die Ruinen.

Weitere Bilder von Palenque findest Du hier. Heute ist Ostersonntag und das macht diesen Ausflug zu einem ganz besonderen für uns! Zu erwähnen ist auch, dass an diesem Tag mehr Einheimische als Touristen vor Ort waren, denn an Feiertagen erhalten Mexikaner freien Eintritt in die Kulturstätten. Wir empfinden das als „sehr angenehm“, da die Mexikaner spürbar einen anderen Bezug zu den historischen Bauwerken ihrer Vorfahren haben. Trotz der vielen Menschen herrscht eine „andächtige Stimmung“. Viele kommen mit ihren Familien und machen auf den weitläufigen Wiesen vor den Ruinen Picknick. Wir setzen uns mit den Kindern dazu und genießen die Eindrücke.

Besonders schön ist auch, dass man auf einige Pyramiden und Tempel hoch gehen und den Blick von oben genießen kann. Wir laufen lange und mehrfach über das gesamte Areal und gehen auch immer wieder auf die Pyramiden und Tempel um uns alles von oben anzuschauen. Die Kinder finden es total spannend und machen mit der Kinderkamera oder den Kinderhandys einige Fotos. Das wiederum ist für uns Erwachsene dann später spannend anzusehen, da Kinder doch oft einen anderen Blickwinkel haben und andere Fotos machen, die aber wunderschön und interessant sind. So viele gut erhaltene Tempel und das alles mitten im grünen Urwald. Es ist heiß und ziemlich schwül, aber es gibt auch viele schattige Plätzchen zum Ausruhen. Ein Guide zeigt uns eine Karte, auf der der volle Umfang der ursprünglichen Stadt/ Anlage zu sehen ist. Unglaublich zu hören, dass all das, was wir hier sehen können, nur 5% der ursprünglichen Stadt sind. Er erklärt uns das man durch Abwasserkanäle die Größe der Stadt bestimmen konnte und so auch sagen kann, wo sich noch weitere Gebäude im Urwald befinden. In Palenque gibt es auch viele Souvenirhändler, die schöne Mitbringsel anbieten, aber lange nicht so aufdringlich sind, wie die Händler in Chichén Itzá.

Ein weiteres Highlight ist die Urwaldwanderung. Wenn man von der Archäologischen Stätte ein Stück bergab läuft, kommt man an einen Eingang zu einem Wanderpfad. Hier kann man angeblich Affen sehen und einige andere Tiere. Im Schatten lässt es sich aushalten und der kleine Rundgang (ca. eine Stunde) ist richtig schön. Wir sehen tatsächlich einige Tiere. Überall im Urwald finden wir weitere Ruinen, versteckt und vom Urwald überwuchert. Und dann kurz vor dem Ende sehen wir sie tatsächlich – Brüllaffen – hoch oben im Baum beim Mittagsschlaf.

Am Ende des Rundgangs kommt man wieder bei der Archäologischen Zone an. Dort gibt es übrigens mehrere Verkaufsstände mit Souvenirs aber auch Essen und Trinken, Kokosnüssen, Mangos, gekühltes Wasser und Snacks. Da es mittlerweile sehr voll ist und keine Collectivos verfügbar sind, rufen wir unseren Taxifahrer an und lassen uns zurück zum Hotel bringen.

Montag 01.04.2024 – Tag 9 – Cascadas Roberto Barrios

Eigentlich haben wir einen Ausflug zu den Wasserfällen Agua Azul und Misol-Ha geplant. Diese werden in fast allen Reiseführern und im Internet empfohlen, allerdings dauert die Fahrt dorthin ziemlich lange und man muss einen ganzen Tag dafür einplanen. Unser Taxifahrer empfiehlt uns aber stattdessen die Cascadas Roberto Barrios. Hier wäre es gerade für Kinder ideal zum Schwimmen und nicht so weit zu fahren. Wir fahren mit einem Collectivo hin und werden nicht enttäuscht. Ein kleiner Weg führt zu den Wasserfällen. Am Weg selbst sind viele Stände. Zuerst mit allem, was man zum Baden brauchen kann wie z.B. Wasserschuhen, Badeanzügen, Badehosen, Schwimmwesten, etc. und dann auch Stände mit frischem Obst (Mango) und Kokosnuss zum Trinken und Snacks. Es gibt mehrere Kaskaden, größere und kleinere, alle beeindruckend schön Wir entscheiden uns für den Weg nach unten und folgen den verschlungenen Pfaden durch den Urwald, teils steil, immer am Flusslauf entlang. Weiter unten angekommen ist ein herrliches Becken mit vielen kleinen Kaskaden, in dem auch die Kinder prima schwimmen können.

Sehr angenehm ist auch, dass hier überwiegend Einheimische zum Baden hinkommen. Es ist nicht allzu überlaufen und jeder findet seinen Platz. Ein absoluter Geheimtipp. Dafür ist die Fahrt mit dem Collectivo abenteuerlich oder besser gesagt der Fahrstil… es ist eine sehr rasante Fahrt nach Hause.

Dienstag 02.04.24 – Tag 10 – Markt und Aluxes Parque

Als wir am Vortag zu den Collectivos im Ort gelaufen sind, kamen wir auf dem Weg über einen Markt. Diesen wollen wir uns heute nochmal mit etwas mehr Zeit anschauen. Der Markt ist typisch mexikanisch und es gibt etliche Stände mit Kleidung, Essen, Tieren / Tierbedarf, Handwerkerbedarf und vielem mehr. Die ganze Straße ist voll und die Autos schlängeln sich ganz langsam durch die Massen. Zwischendurch findet man auch immer wieder einen Supermarkt oder auch eine Apotheke.

Hier finden wir auch ein im Internet empfohlenes Restaurant zum Essen. Es gibt frisches Hühnchen vom Grill. Ein Restaurant, in dem fast nur Einheimische essen, das muss ja einfach gut sein. Es gibt Hühnchen Teile vom Grill dazu wird ein Teller mit verschiedenen Schüsseln gebracht. Hier sind Bohnen, Kraut, scharfe Sauce und Reis drinnen. Dazu noch ein Körbchen mit Maistortillas und es kann losgehen. Das Hühnchen hat einen großartigen Geschmack und wir bestellen uns gleich noch eine Portion. Unsere kleine Tochter isst hier tatsächlich das erste Mal Hühnchen und kann gar nicht genug davon bekommen. In der Nähe des Hotels gibt es einen größeren Supermarkt, in dem wir uns für die Weiterfahrt eindecken, aber ansonsten gibt es in Palenque selbst nicht viel mehr Sehenswertes. Unser Taxifahrer hatte uns am ersten Tag auch den Aluxes Parque empfohlen. Ein Park mit Wildtierauffangstation und Aufnahmestation für Wildtiere, die als Haustiere gehalten wurden und jetzt dort leben dürfen. Ein weiteres Ausflugsziel ist gefunden und mit dem Taxi sind es nur gut 10 Minuten. Der Aluxes Parque ist wunderschön und auch recht groß. Es gibt Schildkröten, einen Jaguar, einen schwarzen Panther, Affen, Krokodile, Wildschweine, Rehe, verschiedene Wildkatzen, Vögel und vieles mehr. Man kann dort auch viele wild lebende Tiere sehen, da der Park mitten im Urwald liegt und sich die Wildtiere gerne an den Futterstellen bedienen. Gleich zu Beginn fällt uns ein junger, wild lebender Brüllaffe auf, der sich dort sein Futter holt. Er kommt auf uns zu und als wir uns ruhig hinknieen untersucht er uns und möchte am liebsten auf den Arm klettern.

Die Kinder fühlen sich trotz der Hitze hier sehr wohl und genießen es die Tiere zu bestaunen. Zwischendurch machen wir immer wieder Pausen zum Trinken und ausruhen. Etwas später kommen wir an einem großen Aussichtssturm vorbei, von dem aus man über die Baumkronen des Urwalds blicken kann. Etwa auf halber Höhe sitzt ein wunderschöner großer Ara, frei und einfach so. Ihm ist offensichtlich genauso heiß wie uns, so lässt er sich fotografieren und bleibt einfach sitzen.

Das Taxi steht zur vereinbarten Zeit am Ausgang und es geht zurück zum Hotel. Die Taxifahrten sind sehr angenehm und auch preisgünstig. Gegenüber vom Hotel gibt es noch ein kleines Schokoladengeschäft, in dem man traditionell hergestellte Maya-Schokolade kaufen kann. Ganz anders als die Schokolade bei uns, aber sehr gut! Am Abend entspannen wir alle nochmal am und im Pool, danach geht es wieder ans Packen.

Mittwoch 03.04.2024 – Tag 11 – Reise nach Campeche

Am nächsten Tag geht es wieder mit dem Bus Richtung Campeche. Auf der 5-stündigen Fahrt machen wir nochmal Halt am Imbiss „Parador Toursitico y Restaurante El Inge“. Mittlerweile sind die Kinder schon richtig routiniert beim Busfahren und wissen genau wie alles abläuft. Während wir das Gepäck noch einladen, den Jüngsten auf dem Arm, steigen Sie schon ein, die Großen nehmen die Kleine mit und finden Ihre Sitzplätze, sortieren Ihr Gepäck und schon kann die Fahrt losgehen. Meistens hören sie erstmal Musik oder Hörspiele und später dann wird auch gespielt oder eine Folge geschaut. Je nach Uhrzeit schlafen die Kleinen eine Runde.

Da die Busstation in Campeche etwas außerhalb liegt, wir das Hotel aber in der Nähe des historischen Stadtzentrums gebucht haben, ist das Hotel nicht fußläufig erreichbar. Die Temperaturen fühlen sich angenehmer an. Die Temperaturen liegen immer noch zwischen 28°C und 30°C, aber es ist trockener und vom Meer weht ein kühlender Wind. Die Taxifahrer an der Busstation verlangen relativ viel Geld für die Fahrt und wollen uns auch nur mit 2 Taxi befördern. Daher laufen wir ein Stück die Straße Richtung Hotel und zum Glück hält ein Taxifahrer, der vorbeifährt und uns dann doch zum Hotel bringt. Im Hotel angekommen werden wir gleich begrüßt und bekommen unsere Zimmer gezeigt. Das Hotel Casa Piedad ist ein Boutique Hotel mit einer Gemeinschaftsküche. Wir haben ein sehr schönes kleines Doppelzimmer und ein weiteres Zimmer für 4 Personen…wobei das eigentlich ein kleines Appartement war, auf 2 Etagen mit eigener Küche, mit 1 Kingsize Bett und einem großen Doppelbett und einem Balkon. Einen kleinen Pool gibt es auch! Das Hotel ist wunderschön und man kann sagen das Schönste auf unserer Reise.

Wir machen uns auf den Weg und wollen die Stadt ein bisschen besichtigen. Campeche ist eine wunderschöne Kolonialstadt mit historischem Zentrum. Spannend sind auf jeden Fall auch die extrem hohen Bürgersteige. Kinderwagen sind hier ungeeignet.

Es gibt einen kleinen Marktplatz, von dem aus man mit einer Bahn Stadtrundfahrten machen kann. Wir gehen durch eine Fußgängerzone mit verschiedenen Restaurants und einem größeren Eiscafé mit sehr gutem Eis. Zum Hotel laufen wir am Malecón entlang und genießen den Sonnenuntergang am Meer.

Donnerstag 04.04.2024 – Tag 12 – Edzná und Campeche

Am nächsten Tag laufen wir zu den Collectivos Richtung Edzná. An der großen Straße entlang der historischen Stadtmauer finden sich viele Geschäfte, aber eher für Bekleidung. Aber es gibt auch immer wieder Stände mit Getränken, Snacks oder frischem Obst. Bei den Collectivos angekommen geht es auch fast schon los. Die Fahrt nach Edzná dauert ca. eine Stunde. Edzná ist zurzeit (2024) noch fast nicht touristisch erschlossen, was uns verwundert, da es dort auch sehr schön ist. Es gibt ein kleines Häuschen, an dem man die Tickets kaufen kann. Hier zahlt man auch nur die INAH-Gebühr. Es sind kaum Menschen dort und so können wir wieder in Ruhe Fotos machen und die Stätte genießen. Wir halten uns ein paar Stunden dort auf, können auf die Pyramiden und Tempel, es gibt schattige Plätze zum Ausruhen und auch Toiletten. Was es dort überhaupt nicht gibt, sind Stände mit Essen und Trinken. Also ausreichend Getränke mitnehmen. Als wir dort sind wird dort ein Besucherzentrum gebaut, daher gehen wir davon aus, dass es bald auch Essen und Getränke dort im Angebot geben wird.

Weitere Bilder von Edzná findest Du hier. Das Collectivo für die Rückfahrt kommt ca. alle ½ Stunde hat man uns gesagt, allerdings nur in etwa… und so warten wir etwas länger bis wir wieder Richtung Campeche fahren können. Den Nachmittag verbringen wir noch im historischen Zentrum von Campeche.

Freitag 05.04.2024 – Tag 13 – Reise an die Riviera Maya

Mit dem Bus fahren wir von Campeche nach Mérida. Dort haben wir eine gute Stunde Aufenthalt und machen Mittag, bevor es über Valladolid weiter nach Playa del Carmen geht. Die Tageshöchsttemperaturen liegen hier zwischen 30°C und 32°C, aber vom Meer weht ein kühlender Wind. Wir sind an unsere letzte Station in Playa del Carmen an der Riviera Maya angekommen. An der Busstation suchen wir uns ein Taxi, das uns zur Hotelanlage fährt. Am Eingang der Anlage „Playacar“ werden wir von schwer bewaffneten Sicherheitskräften überprüft, ob auch tatsächlich eine Reservierung für uns in der Anlage vorliegt. Auf dem Weg zum Hotel selbst sehen wir an der Seite einige kleine Ausgrabungen und Ruinen direkt am Strand. Die Anlage Playacar beginnt mit einigen freistehenden Ferienhäusern bzw. Häuser, meist wohlhabender Amerikaner, danach beginnen die Hotelanlagen.

Das Hotel ist schön, sauber und auch das Personal freundlich, hilfsbereit und zuvorkommend. Die Anlage ist sehr gepflegt mit viel Grün und wilden Tieren wie Leguane, Agutis, verschiedene exotische Vögel – und auch Affen sind zumindest zu hören. Die Zimmer befinden sich in kleinen 2-stöckigen Häusern in Bungalow-Form mit traditionellen Palmdächern. Unsere Zimmer liegen direkt nebeneinander mit Verbindungstür und ziemlich zentral in der Anlage. Man kann von der Terrasse aus das Meer sehen und auch hören. Der Hotelstrand ist sehr schön und gepflegt – Karibik!

Es sind ausreichend Liegen vorhanden, was aber auch daran liegen kann, dass die meisten Gäste Ihre Zeit am Pool verbringen. Über dem Haupthaus befindet sich das große Restaurant, in dem es das Frühstück und auch das Abendessen gibt. Weiter unten Richtung Strand gibt es 2 große Pools mit Poolbar und einem weiteren Restaurant. Hier gibt es das Mittagessen.

Es gibt Animateure aber von Animation kann hier leider nicht die Rede sein. Auf Anfrage kann man mit den Kindern und einem Mitarbeiter in den Kinderclub gehen. Ein Haus mit Kinderpool, Spielplatz und einigen Spielangeboten, die man aber auch nur auf Anfrage erhält. Eine Mini Disco für die Kinder wird nicht angeboten. Auch für die Erwachsenen findet abends keinerlei Programm statt – sehr schade.

Playa del Carmen selbst ist eine sehr touristische Stadt mit vielen Souvenirläden etc. – wer es mag, ist hier genau richtig. Für uns ist das allerdings nichts. Wir machen einen kurzen Ausflug zu Fuß zum Zentrum und schauen uns alles einmal an.

Montag 08.04.2024 – Tag 16 – Tulum

Natürlich machen wir auch einen Ausflug nach Tulum und wollen hierfür ein letztes Mal mit einem Collectivo fahren. Wir fahren zuerst mit dem Taxi zum Stadtzentrum, wo es Collectivos gibt. Wichtig Auch hier: früh losfahren und möglichst früh vor Ort sein. Die Collectivos sind super organisiert und trotz ziemlich langer Schlange sind wir relativ schnell im Collectivo und die Fahrt geht los. Gut zu wissen: in diesen Collectivos sollte man wissen, wo sich die Station befindet an der man aussteigen will. Schwierig wenn man gar nicht weiß, wo man aussteigen muss. Und so sitzen wir im Collectivo und warten darauf, dass uns der Fahrer informiert. Leider tut er das aber nicht und so fahren wir an den Ruinen vorbei und müssen dann ein wenig später aussteigen, um ein Collectivo in die andere Richtung zurück zu nehmen. Auch hier: laut schreien, wenn man aussteigen will. Zum Glück habe ich 2 nette Mexikaner neben mir, die auf meine Frage zu den Ruinen für mich laut „Halt“ rufen, als wir an den Ruinen ankommen.

Geschafft, nach etwa 45 Minuten sind wir an der Archäologische Zone von Tulum angekommen. Diese Mayastätte ist eher klein und überschaubar, aber nicht weniger schön. Der wunderschöne Karibikstrand bildet hier wieder eine eindrucksvolle Kulisse für die teils gut erhaltenen Ruinen.

Weitere Bilder von Tulum findest Du hier. Leider wird es schnell voll durch die vielen Reisebusse aus den großen Hotelanlagen in der Nähe. Wir verlassen die Anlage und brauchen erstmal etwas kühles zum Trinken. Hier ein kurzer Hinweis: Plastikflaschen mit Wasser o.ä. dürfen nicht mit in die Maya Stätte genommen werden. Man kann drinnen Getränkedosen kaufen oder nimmt sich wiederbefüllbare Trinkflaschen mit. Dann fragen wir uns zum Stand bzw. Abfahrpunkt der Collectivos durch. Nach einer Weile warten haben wir ein Collectivo ganz für uns allein und fahren Richtung Playa del Carmen zurück. Auf dem Weg wird das Collectivo an einem Checkpoint angehalten und ein Polizist mit Spürhund kontrollieren das Fahrzeug nach Drogen. Aber es geht schnell und wir können weiter. Zurück in Playa del Carmen nehmen wir wieder ein Taxi zurück in die Hotelanlange und ruhen uns erstmal aus, um dann nach dem Mittagessen an den Strand zu gehen.

Am nächsten Tag nehmen wir uns vor den Strand bis zum Ende zu laufen und einen ausgiebigen Spaziergang zu machen. Im Internet findet man einige Berichte, dass es dort am Ende des Strandes kleine sehr schöne Buchten zum Baden geben soll. Am Strand generell gibt es gerade für die Kinder leider nicht wirklich viele Muscheln zum Sammeln und im Meer gibt es so gut wie keine Fische. Vielleicht liegt das auch daran, dass die Jetskis, Boote für Parasailing oder ähnliche Aktivitäten ziemlich nah am Strand vorbei brausen.

Für die Kids ist es das Highlight der Reise zum Schluss – es gibt das Meer zum Baden und Schnorcheln, den Strand, Pools und ein Buffet zu jeder Mahlzeit an dem sie sich alles selbst holen dürfen, Limo wann immer sie möchten und natürlich Eis. Mittags findet das Buffet in der Poolbar statt und es werden zusätzlich Burger gegrillt. An einem Stand wird frische Pizza in diversen Variationen zubereitet und es gibt Nacho-Chips und Dips. Dazu steht draußen eine Eismaschine zur Selbstbedienung bereit. Das finden die Kids natürlich besonders toll. Ansonsten gibt es beim Nachtischbuffet immer frisches Obst, dazu verschiedene Kuchen und Süßspeisen.

Für uns war es wichtig den Abschluss unserer Reise in einem All Inclusive Hotel zu verbringen, um uns etwas zu erholen, da es doch auch eine anstrengende Reise war. Zum Ende des Urlaubs einfach nur die Beine hochlegen (so, wie es mit 4 Kindern möglich ist) und sich rundum verwöhnen lassen. Deshalb haben wir die letzten 5 Tage in dieser Hotelanlage verbracht und haben es genossen, allerdings wären mehr als 5 Tage aber auch nichts für uns gewesen – wir mögen es lieber authentisch. Das Essen generell ist ok, aber nicht außergewöhnlich. Die Getränke, Cocktails und auch Säfte sind hier, wie generell in Mexiko, sehr stark gesüßt. Selbst mit Wasser gemischt empfinden wir diese extreme Süße noch als unangenehm. An einem Abend gibt es einen mexikanischen Themenabend mit mexikanischem Essen und sogar mexikanischer Live Musik, aber auch sonst hätten wir uns etwas mehr regionale Küche gewünscht.

Donnerstag 11.04.2024 – Tag 19 – Heimreise

Am Tag der Heimreise werden wir von einem Shuttleservice abgeholt. Wir haben uns schon zuhause dafür entschieden, da der Rückflug bereits morgens um 9.30 Uhr ist und wir uns bei der mexikanischen Gemütlichkeit nicht auf den Bus verlassen wollen. Wir kommen sehr pünktlich am Flughafen an und finden uns gleich zurecht, da es dort sehr übersichtlich und gut beschildert ist.

Wir suchen unser Gate und einen Sitzplatz für alle. Danach gehe ich auf die Suche nach Windeln, da es für den Rückflug sonst etwas knapp werden könnte. Die Windeln sind schnell gefunden und wir holen einen Snack und Kaffee. Da wir keine offene Wechselstube mehr finden, entscheiden wir uns die übrigen Pesos in Souvenirs umzusetzen. Eine kleine Maya Statue, eine Maske, ein kleiner Chichén Itzá Tempel und ein Maya Kalender zum Aufhängen finden Ihren Weg in unser Reisegepäck. Danach geht alles relativ schnell – alle Kinder gehen noch einmal auf die Toilette bzw. werden gewickelt und dann beginnt das Boarding. Gute 4 Stunden Flug bis nach Montreal. Auch an den Flughäfen zeigt sich wie kinderfreundlich Mexiko ist und so dürfen wir mit den Kindern zuerst einsteigen und auch bei den Sicherheitskontrollen durften wir an der langen Schlange vorbei.

In Montreal angekommen ist alles gut organisiert. Es gibt einen extra Bereich für Weiterflüge durch den wir geleitet werden. Das heißt wir müssen durch eine Ticketkontrolle, anschließend zur Einreise unsere Pässe scannen (alles automatisiert) und einige Fragen beantworten, dann kommen wir auch schon zur Sicherheitskontrolle und unser Gepäck wird schon wieder durchleuchtet. Dann haben wir es geschafft und sitzen im Abflugbereich. Hier gibt es für alle noch einen Snack und Getränke. Wir finden auch einen Stand mit sehr leckerem Laugengebäck das fehlte uns nach fast drei Wochen dann schon. Besonderheit: hier werden diese warm zuerst in Butter getunkt und dann in Salz, Sesam, oder Ähnlichem. Zum Glück haben wir hier nur knapp 3 Stunden Aufenthalt und mit dem Sicherheitscheck und Essen holen vergeht die Zeit wie im Flug.

Wieder dürfen wir erfahren wir unglaublich kinderfreundlich Canada ist: Familien mit Kindern dürfen direkt nach der First- und Business Class einsteigen. Wir haben auch in diesem Flieger tolle Plätze, allerdings sind die Sitzplätze sehr eng. Beinahe verzögert sich der Abflug erheblich. Es kommt eine Durchsage, dass ein Fluggast wichtige Medikamente im Gepäck vergessen hat und man jetzt das Gepäckstück suchen müsse. Eine Stewardess kommt auf mich zu nachdem sie unsere Kinder entdeckt hat und fragt mich, ob ich zufällig Windeln dabeihätte. Interessant: der Passagier mit den wichtigen Medikamenten, auf die alle hätten warten müssen, hat eigentlich die Windeln für sein Kind versehentlich mit dem Gepäck aufgegeben. Zum Glück habe ich tatsächlich noch 3 größere Windeln übrig, die unserem Kleinen nicht passen – Vorteil von Handgepäck – ich habe immer alles dabei und griffbereit und ich habe ja am Flughafen noch einmal extra Windeln gekauft. Die Windeln passen und keine 5 Minuten später können wir starten. Die Crew ist sehr glücklich und bedankt sich sehr bei uns, denn wir hätten sonst alle noch eine ganze Weile im Flieger am Gate gestanden, bis der Koffer ausgeladen und gefunden worden wäre. Am Ende des Flugs werde ich mit kleinen Aufmerksamkeiten der Stewardess überschüttet: Spiele für die Kinder, Kuscheltiere, Malsachen und ein kleines Kosmetiktäschchen.

Freitag 12.04.2024 – Tag 20 – zu Hause

Der Rückflug ist trotz der engeren Sitze etwas entspannter, da die Kinder alle schlafen und auch wir ein wenig zur Ruhe kommen können. Nach der Landung werden wir von der Familie freudig empfangen und das letzte Stück (30 Minuten) nach Hause begleitet. Wir sind alle geschafft von der langen Reise aber auch sehr glücklich wieder zu Hause zu sein.

Das Abenteuer Mexiko ist leider vorbei, aber was bleibt sind die Erinnerungen und Impressionen an ein gemeinsames, wundervolles Familien Reiseabenteuer… und für uns alle steht jetzt schon fest – das war nicht die letzte Reise in diese Region!