Palenque Stadt
In der Straße vor unserem Hotel gibt es einige kleine Restaurants zum Essen, Cafés zum Frühstücken und ein richtig gutes Eiscafé. Wir besuchen hier auch den typisch mexikanischen Markt ein paar Straßen weiter. Hier gibt es etliche Stände mit Kleidung, Essen, Tieren / Tierbedarf, Handwerkerbedarf und vielem mehr. die Straße ist voll und die Autos schlängeln sich ganz langsam durch die Massen. Hier finden wir auch ein im Internet empfohlenes Restaurant zum Essen.























Archäologische Zone von Palenque
Die Archäologische Zone von Palenque ist wunderschön und überwältigend. Anders als Chichén Itzá und Uxmal liegt sie direkt im Urwald. Wir sind wieder morgens recht früh dort. Alles ist grün und man hört überall Brüllaffen schreien und exotischen Vogelgesang. Die aufgehende Sonne am Ostermorgen zaubert ein stimmungsvolles Licht auf die Ruinen.
Verloren im dichten, tropischen Regenwald wurde Palenque um das Jahr 1773 wiederentdeckt. Die Mayastätte liegt im Bundesstaat Chiapas am Beginn des Hochlands an einer Hügelkette. Dichter tropischer Regenwald mit seinen über 30 Meter hohen Bäumen bildet eine eindrucksvolle Kulisse zu den beeindruckenden Ruinen. Der wirkliche Name dieser Stadt ist, wie auch bei den meisten anderen Mayastädten verlorengegangen. Palenque ist eine spanische Bezeichnung und heißt „Palisadendorf“. Obwohl in Palenque bereits viel freigelegt wurde, liegen immer noch ca. 95% der Stadt unter dem Regenwald verborgen. Das Zentrum der Stadt bilden der Tempel der Inschriften und der ihm schräg gegenüberliegende Palast. Neben dem Gebäudekomplex der benachbart liegenden sogenannten Kreuzgruppe gruppieren sich um das Zentrum noch viele weitere alleinstehende Bauten, die auf Sockelplattformen errichtet wurden. Nahezu alle Gebäude wurden mit feinen und detailreichen Stuckreliefs verziert, sowohl im Inneren als auch an den Außenwänden. Ebenso typisch für Palenque sind die baulichen Nischen sowie die Dachkämme vieler Gebäude.
Die Herrscherlinie von Palenque stammte der Legende nach von drei lokalen Göttern ab. K’inich Janaab Pakal I., auch bekannt als Pakal der Große, war der bedeutendste Herrscher von Palenque. Er regierte von 615 n. Chr. bis zu seinem Tod im Jahre 683 n. Chr. Unter seiner Herrschaft entwickelte sich Palenque zu einer lokalen Großmacht und erhielt großen Einfluss auf einige Nachbarstädte wie Tikal oder auch Calakmul.
Der Tempel der Inschriften, eine Stufenpyramide mit etwa zwanzig Metern Höhe, besitzt auf der Dachplattform einen Tempel. Sie wurde etwa 690 n. Chr. unter der Herrschaft von K’inich Kan Balam II. vollendet und beherbergt die Grabkammer von dessen Vater Pakal. 1949 wurde auf der Dachplattform ein Eingang entdeckt, hinter dem sich ein verschütteter Gang verbarg, der nach der Freilegung den Zugang zu einer Grabkammer freigab. Die Grabkammer hat eine Grundfläche von vier mal zehn Metern und ist rund sieben Meter hoch. Neben dem Sarkophag von Pakal befanden sich zum Zeitpunkt der Entdeckung die Skelette mehrerer Jugendlicher sowie einige Tongefäße und zwei Stuckköpfe. Ein Nachbau der Krypta und die im Grab gefundenen Gegenstände, wie die Jademaske und die berühmte Grabplatte von Pakals Sarkophag, sind im Nationalmuseum für Anthropologie in Mexiko-Stadt ausgestellt. 1994 wurde in einem kleinen Tempel neben der Pyramide eine zweite Kammer entdeckt, die ebenfalls einen Sarkophag enthielt.




















Auf einer Fläche von 100 mal 80 Metern liegt der Palast, der größte architektonische Komplex von Palenque. Er besteht aus rechteckigen Gebäuden und zahlreichen Türen, die auf künstlichen Plattformen gebaut sind. Aus dem Inneren des Komplexes ragt ein vierstöckiger Turm, der möglicherweise als Observatorium oder als Wachturm genutzt wurde. Der Palast besitzt mehrere Innenhöfe, die als Lichtquelle für die umliegenden Räume dienten. Im Palast wurden drei bearbeitete Tafeln gefunden. Auf ihnen sind Szenen der Thronbesteigung der drei Könige dargestellt. Viele Pfeiler der Galerien sind außerdem mit Darstellungen von Maya in herrschaftlicher Haltung verziert.



















Südöstlich des Palastes liegen drei Tempel, die einen offenen Platz begrenzen und zusammen als Kreuzgruppe bezeichnet werden. Die Gruppe wird beherrscht vom Kreuztempel, dessen Name wie der der ganzen Gruppe von einem Relief im Inneren des Heiligtums auf seiner Spitze herrührt. Alle drei Bauten, der Kreuztempel, der Sonnentempel und der Blätterkreuztempel, sind nach demselben Schema aufgebaut. Sie besitzen in ihrem Inneren einen überwölbten Raum, an dessen Rückwand sich ein dreiteiliges Relief befindet. Die Reliefs sind für die Archäologen vor allem aufgrund ihrer sehr langen, in Maya-Hieroglyphen verfassten Texte und ihrer vielen Kalenderdaten interessant. Neben den Heiligtümern haben die Tempel auch gemeinsam, dass sie alle ein Steildach mit Kamm besitzen und darüber hinaus auf einer Stufenplattform stehen, die an ihrer Vorderseite eine Treppe aufweist. Aufgrund ihrer Gemeinsamkeiten wird vermutet, dass die drei Tempel alle dem gleichen Zweck dienten, nämlich der Verehrung der drei Lokalgottheiten, auf welche die Herrscher der Stadt ihre Abstammung zurückführten.


























Urwald
Im Anschluss an die Besichtigung der Archäologischen Zone schließen wir noch eine kleine Urwaldwanderung an. Von der Archäologischen Stätte ein Stück die Straße hinunter, kommt man an den Eingang zu einem Wanderpfad. Wir sehen tatsächlich einige Tiere. Überall im Urwald finden wir weitere Ruinen, versteckt und vom Urwald überwuchert. Und dann kurz vor dem Ende sehen wir sie tatsächlich – Brüllaffen – hoch oben im Baum beim Mittagsschlaf.













Cascadas Roberto Barrios
Am nächsten Tage besuchen wir die Cascadas Roberto Barrios. Ein kleiner Weg führt zu den Wasserfällen. Am Weg selbst sind viele Stände. Zuerst mit allem, was man zum Baden brauchen kann wie z.B. Wasserschuhen, Badeanzügen, Badehosen, Schwimmwesten, etc. und dann auch Stände mit frischem Obst (Mango) und Kokosnuss zum Trinken und Snacks. Es gibt mehrere Kaskaden, größere und kleinere, alle beeindruckend schön. Wir entscheiden uns für den Weg nach unten und folgen den verschlungenen Pfaden durch den Urwald immer am Flusslauf entlang. Weiter unten angekommen ist ein herrliches Becken mit vielen Kaskaden, in dem auch die Kinder prima schwimmen können.
















Aluxes Parque
Am dritten Tag besuchen wir den Aluxes Parque. Ein Park mit Wildtierauffangstation und Aufnahmestation für Wildtiere, die als Haustiere gehalten wurden. Der Park ist sehr schön und weitläufig. Es gibt Schildkröten, einen Jaguar, einen schwarzen Panther, Affen, Krokodile, Wildschweine, Rehe, verschiedene Wildkatzen, Vögel und vieles mehr. Man kann dort auch viele wild lebende Tiere sehen, da der Park mitten im Urwald liegt und sich die Wildtiere gerne an den Futterstellen bedienen. Gleich zu Beginn fällt uns ein junger, wild lebender Brüllaffe auf, der sich dort sein Futter holt. Er kommt auf uns zu und als wir uns ruhig hinknieen untersucht er uns und möchte am liebsten auf den Arm klettern. Etwas später kommen wir an einem großen Aussichtssturm vorbei, von dem aus man über die Baumkronen des Urwalds blicken kann. Etwa auf halber Höhe sitzt ein wunderschöner frei lebender Ara.


















Quellenangabe zu den Informationen über die Mayastätten:
Die Götterburgen Mexicos – DuMont Kunst-Reiseführer von Hans Helfritz, DuMont Buchverlag, Köln 1968, ISBN 3-7701-0442-0,
Yucatan und die Maya-Kultur – Geocolor S.A. Barcelona, Spanien, 1978, ISBN 84-7424-040-9
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