Campeche

Campeche ist eine wunderschöne Kolonialstadt mit historischem Zentrum. Spannend sind auf jeden Fall auch die extrem hohen Bürgersteige. Kinderwagen sind hier ungeeignet. Es gibt einen kleinen Marktplatz, von dem aus man mit einer Bahn Stadtrundfahrten machen kann. Wir gehen durch eine Fußgängerzone mit verschiedenen Restaurants und einem größeren Eiscafé mit sehr gutem Eis. Zum Hotel laufen wir am Malecón entlang und genießen den Sonnenuntergang am Meer.

Edzná

Edzná liegt im Westen der Halbinsel Yucatán etwa 55 Kilometer südöstlich von der Stadt Campeche. Die Stätte ist besonders bekannt durch die hier entwickelte Technologie zur Ableitung von Regenwasser und die außergewöhnliche Fassade der Palastpyramide. In Edzná befinden sich auf einer Fläche von etwa 25 km² zahlreiche Tempel, Verwaltungsgebäude und Paläste. Die schlichten Maya-Hütten der einfachen Bevölkerung lagen vermutlich verstreut außerhalb des aus Stein erbauten Zentrums. Der Name stammt von einem alten Maya-Wort, das vermutlich eine Anspielung auf die Itzaes darstellt, ein Name der mehreren aus dem Südosten Campeches stammenden Gruppen gegeben wurde. In den Jahren zwischen 400 und 1000 n. Chr. wurde die Stadt zu einem kulturellen Zentrum des westlichen Yucatán. Die damalige Bevölkerungszahl wird auf ca. 70.000 geschätzt. Während der Spätklassik gehörte Edzná zum Einflussgebiet Calakmuls und wurde zwischen 1450 und 1500 aufgegeben.

Die große Akropolis (Gran acrópolis) ist ein weiter rechteckiger Platz, an dem sich einige monumentale Strukturen erheben, insbesondere das Haus der fünf Stockwerke (Edificio de los Cinco Pisos). Wie bei einer Pyramide erheben sich die fünf jeweils deutlich zurückgestuften Baukörper stufenförmig über einem Sockel. In diesen Stockwerken befinden sich zahlreiche Räume mit Kragsteingewölben. Im oberen Teil befindet sich der eigentliche Tempel mit kreuzförmigem Grundriss, dessen mit Stuckfiguren geschmückte Dachkonstruktion noch teilweise erhalten ist. Die großen, teilweise doppelten Türöffnungen in der Fassade des Bauwerks sind absolut ungewöhnlich. Möglicherweise wurde dieses Bauwerk sowohl als Tempel für Zeremonien, als auch als Palast genutzt. Auf dem Dach des Tempels erhebt sich noch ein hochaufragender mehrteiliger Zierkamm.

Der Hauptplatz (Plaza Principal) ist ein rechteckiger Platz, auf dem sich die meisten Monumentalbauwerke befinden. Im Norden und Süden des Platzes schließen zwei aufgeschüttete und befestigte Straßen an. Die Bauwerke am Platz sind unter anderem die Plattform der Messer. Das große Haus (Nohochná) wurde wahrscheinlich für administrative Aufgaben verwendet, auch gab es hier wohl so etwas wie Zuschauerränge für wichtige Zeremonien auf dem Hauptplatz. Der Südtempel (Templo del Sur) enthält fünf Baukörper mit hervortretenden Zierleisten. Deren Ecken laufen in ihrem unteren Teil mit einer breiten Böschung zusammen, über die sich der Tempel erhebt. Der Ballspielplatz (juego de pelota) besteht aus zwei parallelen Strukturen, in deren oberen Teil sich Gebäude befanden, die möglicherweise der Lagerung von Geräten und Götterbildern dienten, die mit dem Ballspiel zu tun hatten. Am Tempel der Masken (Templo de los mascarones) findet man zwei Darstellungen des Sonnengottes mit Kopfschmuck, schielenden Augen, abgeschliffenen Zähnen sowie Nasen- und Ohrschmuck.

Quellenangabe zu den Informationen über die Mayastätten:

Die Götterburgen Mexicos – DuMont Kunst-Reiseführer von Hans Helfritz, DuMont Buchverlag, Köln 1968, ISBN 3-7701-0442-0,

Yucatan und die Maya-Kultur – Geocolor S.A. Barcelona, Spanien, 1978, ISBN 84-7424-040-9

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