Zugspitze

Zugspitze von Ehrwald mit dem Klettersteig (Stopselzieher)

Ausgangspunkt für meine Tour ist der Parkplatz der Tiroler Zugspitzbahn in Ehrwald (Österreich). Vom Parkplatz folge ich immer dem ausgeschilderten Weg Richtung Wiener Neustädter Hütte. Es geht sofort steil los und das wird auch bis auf wenige Passagen so bleiben. Vom Forstweg nimmt man am besten den Abzweig nach links durch einen Latschenhain. Der Weg windet sich steil über steiniges, teils noch bewaldetes Gelände. Ein Stück weiter wird der Blick über das Tal und Ehrwald frei. Bei Sonnenaufgang ein herrlicher Anblick. Der Weg führt weiter hinauf, jetzt über Geröllfelder, teils recht steil, bis zur Landesgrenze zwischen Bayern und Tirol. Hier zweigt man nach rechts ab und folgt auf österreichischem Boden dem Pfad zur Wiener Neustädter Hütte. Nach mehreren steilen Aufschwüngen und kurz vor der alten Mittelstation der Tiroler Zugspitzbahn gelangt man an eine Geländekante, von der aus der Blick zum Eibsee und nach Garmisch-Partenkirchen frei wird. Der Weg wird nun etwas weniger steil und führt oft drahtseilgesichert durch eine schroffe Bergflanke. Das letzte Stück zur Hütte ist nochmal etwas steiler. Angekommen an der Wiener Neustädter Hütte mache ich eine erste Rast mit einer kleinen Brotzeit.

Nachdem ich meine Klettersteigausrüstung angelegt habe, geht es von der Hütte auf einem gut sichtbaren Weg über Geröll, hinüber zum Einstieg des Stopselziehers. Dabei quere ich noch ein Schneefeld. Hier beginnt der Klettersteig. Nach wenigen Metern geht es durch ein großes Felsloch und danach über etliche Tritte und Leitern sehr steil nach oben. Der Klettersteig ist an vielen Stellen drahtseilgesichert und ich seile mich an. Nach dem Stopselzieher wechseln steile Kletterpassagen mit etwas flacheren Abschnitten. Der Weg zieht sich und lässt die Beine spüren. Nach einer Weile kommt endlich die verlassene Bergstation Zugspitzkamm in Sicht. Hier mache ich eine kurze Pause und genieße die Aussicht über den zurückgelegten Weg. Dann geht es noch ein gutes Stück weiter bergauf zum Kamm. Dort mache ich erneut eine kurze Pause und genieße den Blick über das Zugspitzplatt. Der Weg führt nun nach links weiter zur Gipfelstation und zum Münchner Haus. Ich genieße die tolle Aussicht, verzichte aber auf den Gang zum deutschen Gipfelkreuz, aufgrund der langen Schlange und der voraussichtlichen 45-minütigen Wartezeit. Da der Klettersteig doch recht steil und lang ist, und ich ziemlich erschöpft bin entscheide ich mich, mit der Seilbahn ins Tal zu fahren, und habe somit auch noch etwas mehr Zeit den Rundumblick zu genießen.

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