Mein erster 3000er – Schwere und lange Bergtour – Die langen und anstrengenden Passagen über Plattenschutt und Blockwerk machen die Tour nicht besonders attraktiv, doch der Gipfel neben dem Olperer bietet eine unbeschreiblich schöne Aussicht als „Logenplatz“ gegenüber des Zillertaler Hauptkamms.
Ausgangspunkt ist der Parkplatz am Schlegeisspeicher an der Dominikushütte. An der Hütte nehme ich den Einstieg in den ausgeschilderten Steig Richtung Friesenberghaus. Der Weg windet sich zunächst und führt dann über einen großen, beindruckenden Gebirgsbach. In Serpentinen geht es in angenehmer Steigung durch einen Latschenhain, später dann über Almwiesen. Immer wieder muss ich über Holzbalken Wasserläufe und sumpfiges Gelände überqueren. An einer Jagdhütte vorbei geht es immer weiter bergauf. Um einen Absatz herum kann man bereits das Friesenberghaus sehen. Die Aussicht ist schon jetzt überwältigend. Richtung Süden der Zillertaler Hauptkamm, davor der Schlegeisspeicher. Der Weg zum Friesenberghaus zieht sich und im Zickzack geht es teils steil bergauf. Am Friesenberghaus angekommen mache ich eine kurze Rast mit Brotzeit.
Von hier aus gehe ich der Beschilderung folgend eine mäßig steile Passage über großes Blockwerk hinauf zu einem Sattel, von dem aus ich links den Abzweig nehme. Rechts führt der Weg zum Petersköpfl. Es wird nochmals steiler und das Klettern über den Plattenschutt und das Blockwerk ist sehr anstrengend. Teilweise fällt es mir schwer die Markierungen zu sehen, aber es geht immer entlang des Gratrückens. Da ich mein Klettersteigset nicht dabei habe fehlen mir auch die Handschuhe. Der Fels ist sehr rau und meine Hände schmerzen bereits. Endlich erreiche ich den Südwestgrad und erkenne den Gipfel über mir. Durch eine leichte Senke geht es noch über ein Schneefeld zum letzten Anstieg. Am Gipfel mache ich eine ausgiebige Rast mit Brotzeit und genieße den fantastischen Ausblick. Für den Abstieg wähle ich die gleiche Route. Von oben finde ich die Wegmarkierungen leichter. Trotzdem ist der Abstieg bis zum Friesenberghaus fast ausschließlich über Plattenschutt und Blockwerk sehr anstrengend. Am Friesenberghaus gönne ich mir eine ausgiebige Rast mit einer kühlen Apfelschorle und einem großen Cappuccino. Gegen Abend erreiche ich dann den Parkplatz am Schlegeisspeicher.


































