Guffert

Guffert Südanstieg und Abstieg über Luxegg

Der Guffert mit seiner markanten Silhouette ist ein recht bekanntes Tourenziel. Trotzdem handelt es sich, aufgrund der Länge und der leicht ausgesetzten Passagen im Gipfelbereich um eine schwere Bergtour. Besonders im Sommer wird es auf dem Südanstieg recht heiß und es gibt wenig Schatten. Auf der Tour gibt es zudem keine Einkehrmöglichkeit, deshalb unbedingt ausreichend Wasser mitnehmen. Da die Tour durch eine eher „abgelegene Region“ führt, gibt es stellenweise keine Verbindung zu Mobilfunknetzen. Plant das bitte bei der Tourenplanung unbedingt mit ein, vor allem wenn Ihr allein unterwegs seid.

Ausgangspunkt ist der öffentliche Parkplatz, oder der Parkplatz am Restaurant Waldhäusl, in Steinberg am Rofan. Von dort geht es über den Bach auf einem beschilderten Pfad in den Wald hinein. Der Pfad geht immer leicht, manchmal auch steiler bergauf und kreuzt mehrmals den Forstweg.  An einer Stelle zweigt der Weg rechts ab und es beginnt der markierte Steig Richtung Guffert. Auf dem Steig kommen ein paar kleinere, einfache Kletterstellen, teils über Bäche, bis sich die Bäume lichten und es in einen Latschenhain übergeht. In Serpentinen geht es steinig und steil bergauf. Der Blick hinüber zu den Blaubergen ist super und auch die Felsen über mir machen Lust auf mehr. Der Weg führt unterhalb eines markanten Felsvorsprungs vorbei. Es wird nochmal steiler und leichte Kletterstellen sind zu überwinden. An einer Felsflanke vorbei kommt nochmal eine schöne, leichte Kletterstelle, bevor das Gelände deutlich flacher wird. Es geht erst durch Latschenhaine dann über Wiesen und am Abzweig zu den Schmidquellen vorbei. Am nächsten Abzweig halte ich mich links Richtung Guffert. Nach einer Weile erreiche ich das Plateau, wo auch der Steig vom Nordanstieg heraufführt. Weiter geht es mit leichten Kletterstellen, dem gut markierten Steig folgend Richtung Gipfel. Der Weg führt in mehreren Stufen wechselnd zwischen leichten Kletterstellen (teils mit Drahtseilen gesichert) und flacheren abschnitten, manchmal etwas ausgesetzt in luftiger Höhe bis zum großen Gipfelkreuz.

Auf dem Gipfel genieße ich die fantastische Aussicht in der luftigen Höhe. Nach einer Brotzeit geht es an den Abstieg. Zunächst auf dem gleichen Weg wie für den Aufstieg bis zur letzten Abzweigung. Hier geht es nicht Richtung Steinberg, sondern zum Luxegg. Nach einer Weile bergab geht es nochmal den anstrengenden Gegenanstieg hinauf. Dieser belohnt mit einem fantastischen Blick zurück auf das Gipfelmassiv. Der Weg führt nun leicht absteigend über Almwiesen, bis zu einer steileren Passage, die zum Luxegg führt. Von hier geht es in Serpentinen teils steil bergab durch einen Latschenhain. Der Weg zieht sich und auch im Wald angekommen ist noch ein langes Stück vor mir. Auf der Forststraße angekommen folge ich den Schildern Richtung Steinberg. Nun geht es noch ein Stück durch den Ort zum Parkplatz.

Guffert Nordanstieg

Der Nordanstieg ist nochmal länger und anspruchsvoller, dafür ist man hier über weite Strecken nahezu allein unterwegs. Ich beginne die Tour am Wanderparkplatz Obere Bergalm. Zuerst geht es von hier über einen Forstweg, zum Waldrand, bevor es auf einen kleinen schwer zu erkennenden Pfad geht. Ich halte mich entlang des Bachlaufs und es geht über Holzbalken durch sumpfiges Gelände. An einem Forstweg halte ich mich rechts und folge der Beschilderung. Es geht immer leicht bergauf sehr weit um das Guffert-Massiv herum. Jetzt kommen Passagen, bei denen es immer wieder steinig/felsig und steil bergab und gegenüber wieder bergauf geht. So quere ich die Züge auf der Nordseite des Guffert. Zwischendurch geht es über Almwiesen, aber jetzt doch spürbar bergauf. Nach einer langen Wanderung erreiche ich den Issalm-Sattel. Dort mache ich eine kleine Pause, bevor ich dem ausgeschilderten Weg Richtung Guffert Nordanstieg folge. Dieser windet sich steil bergauf, bis ich zu einer leichten Kletterpassage komme. Diese ist mit Drahtseilen und Eisenstiften gesichert und ich nutze hier mein Klettersteigset. Nach einer kurzen Kletterpassage wird der Weg wieder etwas leichter. Die Hände müssen nur noch an wenigen Stellen eingesetzt werden. Der Weg zieht sich und ist weiterhin sehr steil und stellenweise etwas ausgesetzt. Nach einer Weile erreiche ich das Plateau, wo auch der Weg von der Südseite heraufführt. Das letzte Stück zum Gipfel folge ich dem gleichen Weg, wie beim Südaufstieg. Es geht weiter, mit leichten Kletterstellen, dem gut markierten Steig folgend Richtung Gipfel. Der Weg führt in mehreren Stufen wechselnd zwischen leichten Kletterstellen (teils mit Drahtseilen gesichert) und flacheren Abschnitten, manchmal etwas ausgesetzt in luftiger Höhe bis zum großen Gipfelkreuz.

Für den Abstieg wähle ich die Route Richtung Süden, die ich bereits einige Male für den Aufstieg gewählt habe. Da ich aber zurück zum Wanderparkplatz Obere Bergalm gehen muss, wähle ich kurz vor dem Waldhäusel eine Forststraße, die Richtung Landstraße abzweigt. Der Weg zieht sich nochmal, bis ich auf die Landstraße stoße. An dieser geht es auch nochmal ein ganzes Stück entlang bis zum Wanderparklatz.

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